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Paul Hosking: "Apophenia"

06.03. – 19.04.2014

Seit seinem Abschluss bei Michael Craig-Martin am Goldsmith College hat Hosking konsequent ein Œuvre etabliert, das brillante Materialästhetik mit Wahrnehmungsmustern aus der Psychologie verbindet. Seine Skulpturen und Wandobjekte präsentieren auf den ersten Blick faszinierend-autonome Formen und eröffnen auf den zweiten Blick das Wiedererkennen verinnerlichter visueller Muster wie z.B. schematische Umrisse von Gesichtern. Hosking entwickelt seine Formensprache aus einem repetitiven, variantenreichen Zusammenfügen von gleichen Einzelbildern unterschiedlicher Größe, welche eine monochrome Gesamtform bilden. So gelingt es ihm auf verblüffende Weise seine Gebilde an der Schnittstelle zwischen freier Form und unterbewusstem Wiedererkennen auszubalancieren; man könnte in seinem Fall von einem psychologischen Formalismus sprechen.

Besonders reizen ihn dabei fest stehende wissenschaftliche Grundsätze aus der Wahrnehmungspsychologie.

Der Begriff „Apophenia“, abgeleitet aus deutsch „Apophänie“, wurde vom Psychologen Klaus Conrad in seinem 1958 erscheinenden Buch „Die beginnende Schizophrenie. Versuch einer Gestaltanalyse des Wahns“ erstmals explizit eingeführt. Er bezeichnet das im Frühstadium der Schizophrenie auftretende Symptom der Betroffenen in Ihrer Umgebung Muster und Botschaften zu erkennen, welche anderen Menschen verborgen bleiben. Paul Hosking forciert ein ähnliches Erkennen auf künstlerischer Weise, allerdings für alle Betrachter zugänglich.

 

 

 


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