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William Copley "Paintings and Mirrors"

12.06. - 30.08.2014

William Nelson Copley (*24.01. 1919 – †07.05.1996) war nicht nur ein äußerst umtriebiger Galerist, Sammler und geselliger Netzwerker, welcher die Avantgarde auf beiden Seiten des Atlantiks miteinander ins Spiel brachte; vor allen Dingen war er ein unkonventioneller Maler. Mit seinem unverstellten, fantasievollen Stil hat er ein Werk hinterlassen, dessen Sonderstellung durch zahlreiche Einzelausstellungen in den letzten Jahrzehnten immer mehr im Bewusstsein der kulturellen Öffentlichkeit fundiert wurde. 

Von dem Großunternehmer und späteren Senator Ira C. und seiner Frau Edith Copley adoptiert und nach einer bewegten Jugend, fand Copley erst um 1947 langsam zu seiner Berufung als ein wichtiger Akteur der jungen amerikanischen Kunstszene. Neben seinen Ambitionen als Galerist und Sammler, begann er in diesen Jahren auch seine malerische Laufbahn, die am Anfang maßgeblich vom Künstler und engen Freund John Ployardt angeregt und begleitet wurde. Vielleicht liegt es an der nacheifernden Faszination Copleys für die Arbeiten seiner surrealistischen Freunde - immerhin Marcel Duchamp, René Magritte, Max Ernst oder Man Ray - oder liegt es an seinem ureigenen Vertrauen die Dinge, welche ihn beschäftigten direkt auf die Leinwand zu bringen; jedenfalls entwickelt sich bereits in diesen frühen Jahren eine sehr persönliche Bildsprache. Diese kreist thematisch mit um gesellschaftliche Normen und erotische Geplänkel und nimmt formal Anleihen bei Matisse, dem Genre Comic und der Werbegrafik auf. So entstand ein Œvre, welches in zahlreichen Zeichnungen und Gemälden, eine Art farbenfrohe, ornamentenreiche und sehr subjektiv geprägte Popart aufweist. Trotz aller vermeintlicher Naivität bricht sich ein American Way of Life seine Bahn, dessen dominante Triebfedern sexuelle Anziehungskraft und maskuliner Wettbewerb inmitten einer gut möblierten Nation sind. Aus Gründen fehlender Information muss offenbleiben, ob es sich hierbei eher um Tagträume oder profunde Lebenserfahrung handelt; es bleibt anzunehmen, dass die Wahrheit wie so oft dazwischenliegt. 

William Copleys Arbeiten wurden im Rahmen von Einzelausstellungen in wichtigen Kunstinstitutionen gezeigt, unter anderem im Stedelijk Museum Amsterdam (1966), auf der Documenta Kassel (1972/1982), in der Kunsthalle Bern (1980), im New Museum for Contemporary Art New York (1986) und im Museum Frieder Burda, Baden-Baden (2012). Zu den illustren Galerien, die Copleys Werk seit Jahren mit zahlreichen Einzelausstellungen begleiten, zählt unter anderem die David Nolan Gallery New York, die Paul Kasmin Gallery New York und die Galerie Linn Lühn aus Düsseldorf. Copleys Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, z. B. im MOCA L.A., im MoMA New York, im Philadelphia Museum of Modern Art, in der TATE Britain, im Museum Frieder Burda, in der Sammlung Falkenberg, um nur einige zu nennen.


Galerien

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